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Die Geschichte der Zigeuner

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Wer den Begriff des Zigeuners hört, ist eventuell zweigeteilt. Zum einen wird sich das wilde, freie Leben vorgestellt, kombiniert mit ganzen Klischees, die sich über die Jahrhunderte um die Zigeuner (Sinti und Roma) gebildet haben. Doch diese sind nicht immer positiven Ursprungs. Denn die Zigeuner sind auch berühmt und berüchtigt für ihre unlauteren Machenschaften, die sie auch heute noch immer wieder in die Schlagzeilen bringen. Doch was genau ist dran, an diesen Geschichten und wie hat sich das Volk selbst im Laufe der Zeit verändert?

Die Geschichte der Zigeuner Foto: ©  lunamarina @ Fotolia
Foto: © lunamarina @ Fotolia

Zigeuner im Wandel der Zeit.

Die heutigen "Zigeuner" sollten korrekterweise als Roma und Sinti bezeichnet werden. Obgleich der altherkömmliche Begriff vor allem in der Esoterik auch heute noch zum Tragen kommt, wenn es beispielsweise um die Zigeuner-Karten geht, was hier allerdings nicht im geringsten eine Herabstufung oder menschliche Abwertung darstellt. Sie bezeichnen hier einfach nur das Kartendeck in seinem Ursprung.

In Deutschland beispielsweise leben zwischen 70.000 und 120.000 von ihnen. Ursprünglich kamen sie aus dem indischen Punjab, wurden jedoch bereits im 9. Und 10. Jahrhundert von Moslems entführt und als Sklaven in den unterschiedlichsten Ländern verkauft. Etwa um 1407 wurde sie das erste Mal in deutschen Aufzeichnungen erwähnt. Da sie für ihre handwerklichen Fähigkeiten bekannt waren, wurden sie aufgenommen. Sie verdingten sich als Instrumenten- und Waffenbauen ebenso wie als Gold- und Kunstschmiede. Jedoch brachte ihnen die Wahrsagekunst und der Schutz des Lehnsherren, dem sie unterstanden, viel Neid und Missgunst ein, weshalb sie ausgegrenzt, denunziert und letztlich vertrieben wurden.

So wurden sie zum "fahrenden" Volk, da sie von Stadt zu Stadt immer weiterzogen und nur selten lange blieben. Der Versuch, sie sesshaft zu machen, schlug fehl, da die Integration nicht so problemlos ablief, wie sich die Stadtväter dies wünschten. Denn die Zigeuner wollten ihre kulturelle Eigenständigkeit nicht aufgeben, wodurch sie von den Bürgern nicht akzeptiert werden konnten.

Im Laufe der Zeit wurden die Zigeuner verfolgt, verachtet oder gar getötet. Dies war abhängig von den jeweiligen geschichtlichen Umständen. Auch das dritte Reich ist nicht spurlos am Volk der Zigeuner vorbeigegangen. Das NS-Regime vertrat die Meinung, dass das "Zigeunerunwesen bekämpft werden müsse". Ganz gleich ob Mann, Frau oder Kinder, sofern als Zigeuner oder Zigeunermischlinge gekennzeichnet wurden sie in eines der Vernichtungslager gebracht. Man spricht von einer Deportation von etwa 22.600 Personen, wovon etwa 19.300 in der Gefangenschaft verstarben.

Sinti und Roma heute.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Kultur und Traditionen all die schrecklichen Dinge im geschichtlichen Verlauf überdauert haben. Neben der Begabung zum Kartenlegen und Wahrsagen, welche von Frau zu Frau über Generationen weitergegeben und vertieft wird, gilt die Familie auch heute noch als das höchste Gut bei den Zigeunern.

Interessant ist hierbei auch die Sichtweise und Entwicklung der jüngeren Generation der Sinti und Roma. Ein Großteil von ihnen identifiziert sich mit der Kultur und den Traditionen, und lebt diese auch zu 100%. Natürlich gibt es auch die jungen Sinti und Roma, die sich an den modernen Lebensphilosophien orientiert und nur ein Teil ihrer Kultur tatsächlich lebt.

Nicht alle Sinti und Roma gehören heute noch zum "fahrenden" Teil der Zigeuner. Viele sind bereits sesshaft geworden. Ebenso viele aber ziehen immer noch umher. Nach wie vor ist es der Bevölkerung nicht gelungen, die Vorurteile ihnen gegenüber abzulegen. Doch daran sind sie nicht ganz unschuldig. Denn immer wieder kommt es zu Straftaten aus ihren Reihen, zu Betrug und unlauteren Geschäften. Natürlich können aber nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Daher ist vornehme Zurückhaltung angesagt, damit man diesen Menschen erst einmal gut kennenlernen kann, bevor man sich ein wirkliches Urteil bilden kann.
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