Ehrlichkeit, Loyalität und Vertrauen sind die tragenden Säulen, wenn wir von Liebe und Beziehung sprechen. Leider muss man feststellen, dass die Tugend der Treue in der heutigen Zeit oftmals in Vergessenheit gerät. Doch warum ist das so? Ist dies ein Auswuchs der Wegwerfgesellschaft? Sind unsere Werte und Tugenden heute tatsächlich so gegensätzlich zu denen unserer Eltern und Großeltern? Sind wir einfach zu vielen Verlockungen und Versuchungen ausgesetzt? Macht es uns die moderne Welt mit ihren Möglichkeiten zu leicht? Oder liegt die Einstellung zur Treue grundlegend in unserer Erziehung, unseren Genen, unserem Alter oder der Zufriedenheit in unserer Partnerschaft?
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Was verstehen wir unter Treue?
Per Definition bedeutet Treue Verlässlichkeit eines Menschen gegenüber einem anderen - getragen von Loyalität und Vertrauen. Die Wahrheit dieser Werte zeigt sich in den Taten, durch die sie bewiesen werden. Solche Erfahrungen bilden die Grundlage für Treue zwischen zwei Menschen. Sie kann dabei sogar über den Tod hinausreichen. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch nicht, dass jede Person, der wir Treue entgegenbringen, dieser auch würdig ist - was sich oft erst mit der Zeit zeigt.
Am Beginn einer Partnerschaft gewähren wir unserem neuen Partner einen Vertrauensvorschuss. Das bedeutet, dass wir davon ausgehen, dass er uns ehrlich, loyal und treu gegenüber ist. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Erst die Zeit wird zeigen, ob dieser Vorschuss berechtigt war. Falls nicht, könnte die Partnerschaft vor einer Zerreißprobe stehen.
Wenn die Treue ins Wanken gerät
Doch wann genau spricht man von Untreue? Ist es schon der Kaffee mit einem Fremden, weil man ihn sympathisch findet? Virtuelles Flirten im Internet? Ein Kuss mit einer anderen Person? Oder erst eine körperliche Affäre? Jeder muss die persönliche Grenze zwischen Treue und Untreue selbst definieren. Wichtig ist, diese Grenze innerhalb der Partnerschaft gemeinsam festzulegen. Ein Ungleichgewicht in der Wahrnehmung dieser Regel kann langfristig zu einer Belastung der Beziehung führen. Hier kann ein offenes Gespräch oder die Unterstützung durch einen Berater hilfreich sein, um einen gemeinsamen Weg zu finden.
Ein Seitensprung weist in der Regel auf Unstimmigkeiten innerhalb der Partnerschaft hin, auch wenn er als "Ausrutscher" unter Alkoholeinfluss entschuldigt wird. In glücklichen Beziehungen entwickelt man oft eine Art Schutzmechanismus, der die Anfälligkeit für Avancen des anderen Geschlechts verringert.
Die Psychologie der Loyalität
John Lydon, ein Psychologe der McGill-Universität in Montreal, führte eine Studie mit Paaren durch, um zu untersuchen, wie Menschen in glücklichen Partnerschaften auf Verführungsversuche reagieren. Den Teilnehmenden wurden Fotos des anderen Geschlechts gezeigt, die sie hinsichtlich Attraktivität bewerten sollten. Besonders gut aussehende Personen erhielten die höchsten Bewertungen. Wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die abgebildete Person auf der Suche nach einem Date sei, sank die Attraktivitätsbewertung deutlich. Dies deutet darauf hin, dass Menschen in glücklichen Beziehungen instinktiv potenziellen Bedrohungen für ihre Partnerschaft ausweichen.
Unterstützung von außen kann helfen
Es ist nicht ungewöhnlich, bei Verdacht auf Untreue den Partner einem Loyalitätstest zu unterziehen oder - weniger diskret - in dessen Privatsphäre zu schnüffeln. Ob dies moralisch vertretbar ist, sei dahingestellt, doch es bleibt fraglich, ob dieser Weg zielführend ist.
Wenn Sie jedoch nicht mit quälenden Zweifeln leben möchten, können Sie sich Unterstützung bei einem Berater holen. Ein objektiver Blick von außen kann helfen, die Situation zu klären. Manchmal ist es schwer, einen klaren Blick zu bewahren, wenn man selbst in einer belastenden Lage steckt. Wenn Ihnen Ihre Partnerschaft wichtig ist, sollten Sie den Druck der unbeantworteten Fragen loslassen und gemeinsam mit einem Berater nach Perspektiven für sich und Ihren Partner suchen.
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